Künstliche Intelligenz (KI) verändert alles
LSBB | Chris Beyeler
Künstliche Intelligenz ist in aller Munde. Doch was bedeutet sie wirklich für unsere Arbeitswelt, unsere Unternehmen und für uns als Menschen? In dieser Podcastfolge spreche ich mit Chris Beyeler, Unternehmer, KI-Experte und Präsident von Swiss AI, über Chancen, Risiken und die Realität hinter dem Hype.
Für Chris ist KI keine «Intelligenz», sondern kognitive Imitation. Ein System, das Muster erkennt, Daten verarbeitet und uns in unglaublicher Geschwindigkeit unterstützt. Aber eben kein denkendes Wesen. Genau diese Differenzierung ist entscheidend, wenn wir verstehen wollen, wie wir KI sinnvoll einsetzen.
Corona hat verändert, wo wir arbeiten.
KI verändert, wie wir arbeiten.
Wir stehen laut Chris im «MS-DOS-Moment» der künstlichen Intelligenz. Vieles funktioniert bereits erstaunlich gut, vieles ist noch roh. Wer heute nur zuschaut, wird später Mühe haben aufzuholen.
Gleichzeitig warnt er vor blinder Euphorie. Mit KI kommst du schnell auf 80 Prozent. Doch die letzten 20 Prozent, Qualität, Feinschliff und Kontext, brauchen weiterhin menschliches Denken.
Mehr Output ist nicht die Lösung
Ein spannender Punkt im Gespräch ist der steigende Mental-Load. KI macht vieles schneller. Doch schneller bedeutet nicht automatisch besser.
Statt mehr Output zu produzieren, sollten wir besseren Outcome schaffen. Qualität statt Quantität. Klarheit statt Aktionismus.
Besonders im Whitecollar-Bereich stehen grosse Veränderungen bevor. Kreativbranchen spüren den Druck bereits heute. Gleichzeitig entstehen neue Möglichkeiten für Generalisten, die Technologie verstehen und fachlich stark bleiben.
Mensch bleiben im digitalen Zeitalter
Im zweiten Teil des Gesprächs wird es persönlicher. Wir sprechen über Work-Life-Integration statt Work-Life-Balance und darüber, was Selbstbestimmtheit für Chris bedeutet.
Als Unternehmer und Vater von drei Kindern kennt er Leistungsdruck aus eigener Erfahrung. Heute geht es für ihn weniger um „höher, schneller, weiter“, sondern um bewusste Entscheidungen, Energie-Management und Leichtigkeit.
Wie bleiben wir menschlich in einer Welt, die immer schneller wird?
Welche Fähigkeiten werden wichtiger?
Und wie schaffen wir es, Technologie als Werkzeug zu nutzen, ohne uns von ihr treiben zu lassen?
Chris ist überzeugt: Digitalisierung braucht mehr Menschlichkeit. Kritisches Denken, Empathie, Resilienz und echte Kommunikation werden zu zentralen Zukunftskompetenzen.
Fazit
Diese Folge ist eine Einladung, KI weder zu glorifizieren noch zu verteufeln. Sie ist ein Werkzeug. Wie wir es einsetzen, liegt bei uns. Technologie ist nicht gut oder böse. Entscheidend ist, wie bewusst wir damit umgehen.
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