Bewegung & Ernährung – was zählt wirklich?
LSBB | Stefanie Bur
Gesunde Ernährung als Erfolgsrezept.
Stefanie Bur ist Ernährungsberaterin, Fitnesscoach und ehemalige Leistungssportlerin. Im Gespräch teilt sie ihre Philosophie zu Gesundheit, Bewegung und Ernährung ohne Dogma. Nicht als Expertin, die Verbote verteilt, sondern als jemand, der selbst ein Leben lang Sport gemacht hat und weiss, was wirklich funktioniert.
Bewegung ist das Fundament
Wenn es um Gesundheit geht, ist für Stefanie eines nicht verhandelbar: Bewegung. Nicht weil Ernährung oder Schlaf unwichtig wären, sondern weil Bewegungsmangel die Wurzel der meisten Probleme im Alter ist. Besonders Krafttraining wird unterschätzt. Zwei bis drei Einheiten pro Woche, 6 Übungen, 3 Sätze, 8 bis 12 Wiederholungen. Das reicht als Einstieg, um langfristig einen grossen Unterschied zu machen. Wichtiger als der perfekte Plan ist die Frage: Was machst du gerne genug, um es dein Leben lang weiterzumachen?
Ernährung ohne Verbote
«Es gibt kein Richtig und kein Falsch», sagt Stefanie. Ihre Philosophie basiert auf einem einfachen Tellermodell: ein Drittel Gemüse und Früchte, ein Viertel Kohlenhydrate, ein Viertel Eiweiss, ein kleiner Teil Fett. Wer diese Basis abdeckt, braucht keine Diät und kein teures Supplement. Low-Carb funktioniert kurzfristig, weil Kohlenhydrate Wasser binden und das Gewicht schnell sinkt. Aber die Gewohnheiten ändern sich nicht. Und drei Monate später ist man wieder am gleichen Punkt. Stefanie setzt auf die 80/20-Regel: 80 Prozent ausgewogen und gesund. Dann darf es auch mal ein Dessert geben.
Identität als Schlüssel
Ein besonders starker Moment im Gespräch: Wer sich selbst als Athletin oder Athlet sieht, findet weniger Ausreden. Nicht weil man Leistungssport betreiben muss, sondern weil die Identität das Verhalten prägt. Stefanie hat das im Leistungssport gelernt und lebt es heute als ambitionierte Hobbysportlerin mit einem Ironman auf der Startliste. Disziplin, Zeitmanagement und die Fähigkeit, auch unangenehme Dinge einfach zu machen: Das sind Fähigkeiten, die man im Sport trainiert und die weit über den Sport hinaus wirken.
Fazit
Gesundheit ist kein Sprint. Es geht nicht darum, drei Monate alles perfekt zu machen. Es geht darum, kleine Gewohnheiten zu finden, die man langfristig gerne umsetzt. Stefanie zeigt, dass das weder kompliziert noch teuer sein muss. Die Basis ist einfach. Man muss nur anfangen.
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